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Jahreshauptversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes am 10.5.2019

vom 10.05.2019
 
Zur Jahreshauptversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes Esslingen-Nürtingen hatten der Verbandsvorsitzende Bürgermeister Bernd Müller und Landrat Heinz Eininger gemeinsam eingeladen. Sie fand in der Körschtalhalle in Ostfildern-Scharnhausen statt. Den Auftakt des Abends gestaltete der Spielmannszug der Feuerwehr Ostfildern mit drei unterhaltsamen Stücken.

Zur Beginn begrüßte Vorsitzender Bernd Müller Mitglieder aus Bundes-, Land- und Kreistag, die erste Landesbeamte Frau Dr. Marion Leuze-Mohr als Vertreterin von Landrat Heinz Eininger, Oberbürgermeister, Bürgermeister und Kommandanten der Feuerwehren und Werkfeuerwehren des Landkreises Esslingen, die Mitglieder Vorstandes des Kreisfeuerwehrverbandes und die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Amtes 43 im Landratsamt Esslingen. Weiterhin begrüßte er Vertreter der Rettungsdienste und des Technischen Hilfswerks, sowie den Verbindungsoffizier zur Bundeswehr und die Vertreterin des PSNV-Dienstes des Landkreises sehr herzlich.
Oberbürgermeister Christof Bolay begrüßte die Anwesenden im Namen der Stadt Ostfildern. Bolay betonte insbesondere das Engagement der überwiegend freiwilligen Angehörigen der Feuerwehren im Landkreis Esslingen. Er bedankte sich auch bei allen Angehörigen der Aktiven Mitglieder, denn diese müssen viele Entbehrungen hinnehmen, da es neben den Einsätzen auch viele Übungen benötigt um Wehren für die vielfältigen Aufgaben auf dem aktuellen Stand zu halten. 
 
Die erste Landesbeamtin Dr. Leuze-Mohr dankte zu Beginn ihres Grußwortes den Feuerwehren im Landkreis Esslingen für deren Arbeit. Dr. Leuze-Mohr ging auf die Herausforderungen und Änderungen im Jahr 2019 für die Feuerwehren und Hilfsorganisationen ein. Zum Schluss ihres Grußwortes dankte Sie den Verantwortlichen in den Feuerwehren für Ihre Tätigkeit und sagte, dass das Landratsamt sich der wichtigen Aufgabe der Feuerwehren bewusst ist und diese weiter unterstützt.
 
Nach der Totenehrung ging Bernd Müller in seinem Rechenschaftsbericht auf wichtige Punkte der Arbeit des Kreisfeuerwehrverbandes Esslingen–Nürtingen ein. Verbandsvorsitzender Müller berichtete über einige Veranstaltungen des Kreisfeuerwehrverbandes 2018. So begann das Jahr traditionell mit dem Kommandantenseminar in Karlsruhe, bei dem er die Gelegenheit nutzte, die Führung der Feuerwehren aus erster Hand über die aktuellen Themen der Verbandsarbeit zu informieren.
 
Müller berichtet: „3.767 Feuerwehrleute, davon nur 45 hauptamtliche, leisten Dienste, zum Schutze und Wohle der Menschen und setzen ihre Gesundheit und ggf. ihr Leben aufs Spiel. In 44 Städten und Gemeinden werde 1.186 Jugendfeuerwehrleute ausgebildet und an den aktiven Dienst herangeführt. Bei der Feuerwehrmusik sind 236 Musikerinnen und Musiker in 11 Spielmannszüge aktiv, darunter zahlreiche Jugendliche. 1.063 Mitglieder der Alterswehren sind ein wichtiger Teil der Feuerwehrfamilie.“
 
Weiter ging Müller auf die Überarbeitung der Satzung des Kreisfeuerwehrverbands 2018 ein. Unter anderem wurde das Fachgebiet Brandschutzerziehung und -aufklärung geschaffen.
 
Zur Situation an der Landesfeuerwehrschule BW führte Müller aus: „Nachdem die Klagen über nicht ausreichende Anzahl an Lehrgangsplätzen an der Landesfeuerwehrschule zugenommen haben, wurde der Landesfeuerwehrverband mit Schreiben vom 20.12.2018 erneut auf die nicht hinnehmbare Situation hingewiesen und gebeten, die Zahl der Lehrgangsplätze deutlich zu erhöhen. Unsere Initiative zeigt jetzt Erfolge. Die vom Landesfeuerwehrverband eingerichtete Projektgruppe erarbeitet Vorschläge, die eine Erhöhung der Kapazität mittelfristig um 9.000 Schulungstage vorsieht. Dies entspricht einem Zuwachs der Schulungskapazität an der Landesfeuerwehrschule um 25%. Dieser Erfolg ist unserer Initiative zuzuschreiben.“
 
Zur Einführung des Digitalfunks organisierte der Kreisfeuerwehrverband einen Informationsabend. Das Thema Umsatzsteuer und Sondervermögen der Feuerwehren beschäftigt nicht nur die Feuerwehren sondern auch die Verwaltungen. Der Kreisfeuerwehrverband hat zu diesem Thema ein Inhouse–Seminar organisiert.
 
Die bisher gültige Überlandhilfevereinbarung der Städte und Gemeinden wurde im Dezember 2017 ausgesetzt. Zur Überarbeitung der Überlandhilfevereinbarung wurde ein Arbeitskreis gebildet, in dem bereits ein erster Entwurf erarbeitet werden konnte. 
 
Der 12. Landesfeuerwehrtag fand vom 14.Juli bis 22 Juli 2018 in Heidelberg statt. Mitglieder des Vorstands besuchten einige der Veranstaltungen. Bei den Wertungsspielen der Feuerwehrmusik nahmen vier Musikzüge der Feuerwehren teil. Dabei wurde Nürtingen mit einer Goldmedaille, Ostfildern und Notzingen jeweils mit einer Silbermedaille in der Mittelstufe, Kirchheim mit der Silbermedaille in der Unterstufe ausgezeichnet. Glückwunsch zu diesen Erfolgen.
 
„Für die Feuerwehren ist die Jugendfeuerwehr mit den Kinderfeuerwehren die wichtigste Nachwuchsquelle. Unsere Feuerwehren haben die Herausforderungen um den Nachwuchs angenommen.“ Im Mai 2018 wurde Daniela Lohrmann als Nachfolgerin von Uwe Steck zur Kreisfeuerwehrwartin gewählt. Zusammen mit ihrem Team wird hervorragende Jugendarbeit geleistet.
 
Einen wertvollen Beitrag zu Feuerwehrgemeinschaft leistet die Feuerwehrmusik. Ohne die Musikerinnen und Musiker wären viele Veranstaltungen nur eine halbe Sache. „Ich danke dem ehemaligen Kreisstabführer Hartmut Nies und seiner Mannschaft sowie allen Verantwortlichen der Spielmannszüge.“
 
Zum Abschluss seines Berichtes dankte er den Verantwortlichen der Jugendfeuerwehr, der Feuerwehrmusik, den Alterswehren, dem Verbandsausschuss und seinen Vorstandskollegen und der Feuerwehrfördervereine für Ihre Arbeit indem er äußerte, dass Feuerwehren nicht nur moderne Rettungskräfte sind, sondern Sie auch Ihren Traditionen und der Kameradschaft verpflichtet sind.
 
Nach dem Rechenschaftsbericht des Vorsitzenden folgte der Bericht des Verbandskassiers Gerd Lohmann. Er konnte von einer soliden Haushaltslage mit einem kleinen Plus im Jahr 2018 berichten. Die Kassenprüfer bescheinigten Ihm eine ordnungsgemäße Kassenführung und so wurde er, wie auch der gesamte Vorstand des Kreisfeuerwehrverbandes einstimmig entlastet.
Bei den Wahlen zum Vorstand des Kreisfeuerwehrverbandes wurde Bernd Streicher neu zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Als Schriftführer wurde Marcus Deininger gewählt. Der Verbandskassier und die beiden Kassenprüfer Klaus Geyer und Walter Reber wurden ebenfalls für weitere 5 Jahre in Ihren Ämtern bestätigt.
 
Durch den Kreisfeuerwehrverband wurden verdiente Kreisausbilder und Funktionsträger mit der Ehrenspange des Kreisfeuerwehrverbandes geehrt. Mit der Ehrenspange in Bronze, für mindestens 10-jährige Tätigkeit auf Kreisebene, wurden Sven Gerlach, Andreas Koch, Andreas Nirk, Oliver Schraitle, Oliver Sohn, Bernd Streicher und André Wurster ausgezeichnet. Christian Frasch wurde nach seiner zehnjährigen Amtszeit als stellvertretender Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes zum Ehrenmitglied ernannt und erhielt die Ehrenspange des Verbandes in Gold. Hartmut Nies wurde mit dem Feuerwehr-Ehrenkreuz des Deutschen Feuerwehrverbandes in Silber ausgezeichnet und wurde zum Ehrenkreisstabführer ernannt. Bürgermeister a. D. Wolfgang Benignus erhielt die Deutsche Feuerwehr-Ehrenmedaille. Benignus war über viele Jahre als Vertreter der Bürgermeister im Verbandsausschuss tätig.
 
Frau Dr. Leuze-Mohr ehrte zusammen mit dem Verbandsvorsitzenden Müller den Kreisbrandmeister unseres Landkreises, Bernhard Dittrich, mit dem Feuerwehr-Ehrenzeichen in Gold, welches für 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst verliehen wurde. Werner Kuttler erhielt die Silberne Medaille des Landkreises Esslingen für seine Tätigkeit als stellvertretender Kreisbrandmeister, die er im vergangenen Jahr beendet hat.

Ohne Pause ging es nach Ende der Hauptversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes weiter. Kreisbrandmeister Bernhard Dittrich gab seinen Jahresbericht im Rahmen der Kommandantendienstversammlung ab. Er stellte fest, dass der Mitgliederstand der Einsatzabteilungen und der Jugendfeuerwehren des Landkreises Esslingen sich auch weiter positiv entwickelt. Auch im Bereich Ausbildung sind die Feuerwehren sehr aktiv. So konnten eine Vielzahl von Teilnehmern für Führungslehrgänge an die Landesfeuerwehrschule entsandt werden. Es gibt jedoch in einigen Bereichen auch weiterhin einen Antragsstau, der unterschiedliche Gründe hat. Er ging kurz auf die Ausführungen des Verbandsvorsitzenden Müller in Bezug auf die Abnahme der Lehrgangsplätze an der Landesfeuerwehrschule ein. Auf Landkreisebene konnten 1.309 Feuerwehrangehörige in den Grund- und Weiterbildungslehrgängen geschult werden. Das Leistungsabzeichen ist weiterhin eine erfolgreiche und wichtige Veranstaltung im Landkreis. So absolvierten im Jahr 2018 an unterschiedlichen Abnahmeorten 44 Gruppen diesen Leistungstest.
 
In der Einsatzstatistik hat sich die Anzahl der Brandeinsätze im Landkreis leicht verringert. Vor allem die Anzahl der Kleinbrände ist gestiegen, da aufgrund der Rauchmelderpflicht viele Brände bereits sehr früh erkannt würden und damit schnell gelöscht werden können. Die Anzahl der Fehlalarme ist ebenfalls leicht gesunken aber insgesamt ist die Zahl zu hoch. Dieser Trend müsse sich fortschreiben. Dittrich ging auf ausgewählte Einsätze und deren Besonderheiten ein. Ein Jahresbericht in gebundener Form wurde den Anwesenden zu Beginn der Versammlung zur Verfügung gestellt. Auf insgesamt 105 Seite wurde die Arbeit der Feuerwehren und des Kreisfeuerwehrverbandes, der Jugendfeuerwehr, Feuerwehrmusik und Alterskameraden ansprechend aufbereitet.
 
Im Landkreis Esslingen konnten mit Daniel Leitz und Dennis Pfiz zwei neue Fachberater Chemie bestellt werden. Simon Menzel wurde zum Relaisstellenbeauftragter und DAU-Administrator bestellt.
 
Nachdem es keine weiteren Wortmeldungen gab, konnte Dittrich die Versammlung um 23:00 Uhr schließen.
 

Carsten Zander
Brandmeister
Landratsamt Esslingen
Fachberater Öffentlichkeitsarbeit der
Feuerwehren im Landkreis Esslingen

Bilder: Feuerwehr Ostfildern

 
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